Kleine Füße – große Sache!

1. Wir schützen jeden Schritt der Kinder!

Welche Eigenschaften sollten gesunde Schuhe aufweisen? Sollten die Schuhe mit Schnürsenkeln, Klettverschlüssen oder Schnallen verschließbar sein? Wie können wir unsere Kinder vor Haltungsfehlern und Fußfehlstellungen schützen? In dieser Broschüre finden Sie Antworten auf alle Fragen, die sich Eltern vor dem Kauf der ersten und aller weiteren Schuhe für ihre Kinder oft stellen. Wir gehen richtige Schuhe für das Kind kaufen, aber was bedeutet das – „richtige Schuhe“?

Bei der Wahl der Schuhe prüfen Sie genau Zertifikate und Bewertungen, die die Hersteller unterstützend benutzen. Am wichtigsten ist es dabei, dass die Qualität der Schuhe von unabhängigen Stellen mit qualifizierten Mitarbeitern bestätigt wird. Vergessen Sie aber nicht, dass auch modische Schuhe bequem sein können.

We take care of every step you take!

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2. „Mama, Papa – erfahren Sie mehr über die Entwicklung der kleinen Kinderfüße“

  • Die wichtigste Phase in der Entwicklung der Kinderfüße ist die Zeit von der Geburt bis zum 3. Lebensjahr. In diesem Zeitraum wird die Länge der Füße verdoppelt und die Bildung von Knochengewebe schreitet zügig voran. Die kleinen Füße sind jedoch immer noch sehr plastisch und schlaff, weil die Knochenbildung noch nicht abgeschlossen ist und die Bänder sowie Muskeln ihre Festigkeit noch nicht erreicht haben.
  • Im Alter von ca. 10-15 Monaten beginnt das Kind zu laufen. Die Struktur und die Stellung der unteren Extremitäten ändern sich.
  • Bis zum 3-4 Lebensjahr wird das Fußskelett von Fettpolstern verdeckt. Das größte Fettpolster liegt im medialen Bereich unter dem Fußlängsgewölbe und täuscht den Plattfuß vor. Zum Glück ist das nur „Scheinplattfuß“, eine physiologische Fehlstellung.
  • Um den 3. oder 4. Lebensjahr bildet sich die Fettpolsterung unter dem Längsgewölbe zurück und bei gesunder Entwicklung des Fußes „zeigt sich“ die richtige Fußwölbung. Charakteristisch für Kinderfüße sind breit, fächerförmig gespreizte Zehen. Dadurch ist die Kontaktfläche zwischen den Füßen und dem Boden ziemlich groß und die Kleinen können sich bei ihren ersten Schritten sicherer fühlen.
  • Kinderfüße bilden sich bis zum 8. Lebensjahr aus und in dieser Zeit kann es immer noch zu Verformungen kommen. Daher sollten die Eltern die Entwicklung der Füße ihres Kindes beobachten und sich unabhängig vom Alter des Kindes an einen Facharzt wenden, wenn sie etwas Beunruhigendes feststellen.
  • Jede Fußfehlstellung kann zu ernsthaften Problemen bei den Kindern führen, wie Fußschmerzen, Gangstörungen und sogar Verformungen der Wirbelsäule.


3. Gute Schuhe sind wie eine zweite Haut für Kinderfüße.

Die häufigsten Haltungsfehler und Fußfehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen, wie z.B. Senkfuß, Valgus- und Varusstellung der Kniegelenke, sind eng miteinander verbunden, d.h. eine Fehlstellung zieht weitere nach sich. Eine mögliche Folge ist die gestörte Entwicklung der Knie- und Hüftgelenke sowie der Wirbelsäule.

Richtige Schuhe können die Entwicklung der Störungen hemmen und sogar zur Rückbildung der Fehlstellungen beitragen.

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4. Was sollte vermieden werden, um Haltungsfehlern vorbeugen zu können?

  • Das Zwingen der Kinder zum Aufstehen und Laufenlernen. Ihre Körper müssen selbst dazu „reif werden“.
  • Lauflernwagen, die die motorische Entwicklung der Kinder beeinträchtigen
  • Schuhe, die die richtige Entwicklung der Füße stören können
  • Einschränkung der Bewegungsaktivität des Kindes
  • Nichtbeachtung mancher Verhaltensmuster bei Kindern, wie z.B. schnelle Müdigkeit, fehlende Lust auf Spaziergänge und zum Spielen, die darauf hindeuten können, dass das Kind unbequeme, zu kleine oder zu große Schuhe trägt.
  • Anziehen von Schuhen, die weder an die Umgebung, noch an die Aktivitäten des Kindes angepasst sind.

Bestätigt von: Mag. Barbara Skrzyńska, Mag. Bożena Rajchel-Chyla, Anthropologinnen vom Institut für Lederindustrie Lodz, Niederlassung Krakau.


5. Wann sollten Eltern von Kindern im Kindergartenalter einschreiten?

  • Wenn die Schuhe im Fersenbereich nach innen oder nach außen verbogen sind. 
  • Wenn die Absätze nur einseitig stark abgerieben sind.
  • Wenn das Kind über Fußschmerzen klagt.
  • Wenn das Kind beim Gehen oder Laufen zu schnell müde wird.
  • Wenn die Fußspuren des Kindes auf dem Boden nach der Dusche flach sind.
  • Was sollten wir tun, wenn wir die ersten Fehlstellungen beim Kind feststellen?

Was sollten wir tun, wenn wir die ersten Fehlstellungen beim Kind feststellen?

Man sollte sich an einen Kinderorthopäden wenden, der die Füße untersucht und entsprechende Übungen, Einlegesohlen oder Schuhe verordnet.

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6. Liebe Eltern, machen Sie folgende Fehler nie!

  • Kinder sollten keine gebrauchten Schuhe tragen, auch wenn diese noch intakt sind.
  • Beim Kauf der Schuhe sollte das Kind dabei sein – ein Stöckchen als Messhilfe reicht nicht aus.
  • Die Schuhe sollten um ca. einen Zentimeter länger sein als die Füße des Kindes.
  • Nur ein Kinderorthopäde kann das Tragen der Schuhe mit orthopädischen Einlagen verordnen.
  • Man sollte mit dem Kauf neuer Schuhe (z.B. Sandalen) nicht zögern, nur weil die Saison zu Ende geht. Zu kleine Schuhe können zu Verletzungen und sogar zur Verformung der Zehen oder zum Einwachsen der Zehennägel führen.
  • Durchgeschwitzte Schuhe müssen gereinigt werden.
  • Man sollte Schuhe aus Kunstleder vermeiden.
  • Kinder sollten auf harten Böden nicht barfuß laufen.
  • Man sollte auf richtige Höhe der Absätze (gemessen mit der Sohle) achten: bis 0,5 cm – bis zum 3. Lebensjahr, bis 1 cm – bis zum 6. Lebensjahr, 2 –2,5 cm – bis zum 12. Lebensjahr


Übungen zur Kräftigung der Fußmuskeln bei Kindern

(Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollten die Übungen täglich 10-15 Minuten lang wiederholt werden)

Im Sitzen:

Kunstmaler – Legen Sie vor Ihrem Kind ein paar Knöpfe, Kastanien oder andere kleine Gegenstände. Fordern Sie das Kind auf, mit Hilfe der Zehen verschiedene Muster (z.B. Schmetterlinge oder Blumen bei Mädchen und Autos oder Flugzeuge bei Jungen) mit diesen Gegenständen zu bilden.

Zirkuskünstler – Setzen Sie sich gegenüber dem Kind und legen sie einen Ball vor ihn. Werfen Sie sich den Ball mit den Füßen gegenseitig zu.

Kunstmaler – Legen Sie ein Blatt Papier vor das Kind. Fordern Sie das Kind auf, einen Buntstift zwischen die erste und die zweite Zehe zu legen und z.B. ein Haus zu malen.

Im Liegen:

Fahrradfahren – Bitten Sie das Kind, sich auf den Rücken zu legen. Geben Sie ihm Beutel mit Erbsen. Das Kind soll die Beutel mit den Zehen halten und in der Luft Fahrrad fahren.

Im Stehen:

Schlümpfe, Giraffen, Kaninchen – Fordern Sie das Kind auf, auf Zehenspitzen, auf Fersen zu gehen und zu hüpfen. Sie können dabei Schlümpfe, Giraffen oder hüpfende Kaninchen spielen.

Storch – Bitten Sie das Kind, sich auf ein Bein (wie ein Storch) zu stellen. Mit den Zehen des zweiten Fußes soll das Kind einen Beutel (d.h. einen Frosch) hochheben und an einen anderen Ort (d.h. auf einen Teller) ablegen.

Vernichter – Fordern Sie das Kind auf, sich auf eine Zeitung zu stellen. Das Kind soll nun versuchen, die Zeitung mit seinen Zehen in kleine Stücke zu zerreißen.

Wenn nichts dagegen spricht, sollte das Kind oft ins Schwimmbad gehen – Schwimmen kräftigt die Fußmuskeln.

Bei Vorsorgeuntersuchungen für vier- und sechsjährige Kinder wird auch eine orthopädische Untersuchung durchgeführt – es wird geprüft, wie das Kind läuft und ob es beim Fehlhaltungen festzustellen sind. Fragen Sie im Kindergarten, ob solche Untersuchungen durchgeführt werden – in manchen Einrichtungen finden Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig statt.